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Aktuelles zur Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Schwentinental

Liebe Bürgerinnen und Bürger!

Die Stadtvertretung von Schwentinental hat am 27.04.2026 den Bürgermeister beauftragt, die seit 2008 bestehende Verwaltungsgemeinschaft zwischen der Stadt Schwentinental und dem Amt Selent-Schlesen gemäß § 10 des öffentlich - rechtlichen Vertrages zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen. 

Bedingt durch die vom Land Schleswig-Holstein umzusetzende Verwaltungsstrukturreform wurde 2008 mit dem damaligen Raisdorf ein Verwaltungsvertrag geschlossen. Raisdorf sowie das Amt Selent/Schlesen betreuten ab diesem Zeitpunkt nicht die mit der Reform gesetzlich geforderten mindestens 8.000 Einwohnerinnen und Einwohner, um selbstständig bleiben zu können. Seitdem bilden (zunächst) die Gemeinde Raisdorf und das Amt Selent-Schlesen eine Verwaltungsgemeinschaft gem. § 19a GkZ in der die Gemeinde Raisdorf, später ihr Nachfolger die Stadt Schwentinental, alle Verwaltungsgeschäfte für das Amt übernommen hat.  

Ende 2025 wurde durch das Gemeindeprüfungsamt (GPA) des Kreises Plön gefordert, dass die Verwaltungsgemeinschaft neu aufgestellt werden soll. Hierzu gab es seitens des GPA einige Vorschläge, die auch eine Organisationsüberprüfung der Verwaltung beinhalten. Der Amtsausschuss hatte sich offen für die Vorschläge gezeigt und auch eine Organisationsüberprüfung befürwortet. Allerdings wurde die Bereitschaft des Amtes Selent/Schlesen, die Verwaltungsgemeinschaft auf neue Füße zu stellen, von der Stadtvertretung bzw. der Verwaltungsspitze ignoriert.

Durch die Zusammenlegung von Raisdorf und Klausdorf zur Stadt Schwentinental brauche es keinen weiteren Partner, und die Stadtvertretung hat auf Anraten des Bürgermeisters Thomas Haß für eine Kündigung des Vertrages gestimmt.

Dieser Beschluss ist für unsere Körperschaft Amt Selent / Schlesen gravierend, da die Einwohnerzahl von 6100 zu klein ist, um eine eigenständige Verwaltung wieder einrichten zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass 2025 die Gemeinden Dobersdorf und Schlesen einen Antrag auf Umamtung gestellt haben, woraufhin das Innenministerium ein entsprechendes Anhörungsverfahren gestartet hat. 

Das beschäftigt derzeit jede einzelne Gemeinde sowie den Amtsausschuss. Es werden nun verschiedene Möglichkeit diskutiert und ausgelotet, was auf allen Ebenen und bei allen Betroffenen nicht nur für große Unsicherheit sorgt, sondern auch Spekulationen und Interpretationen freien Raum bietet.

Fakt ist, dass über die Zukunft des Standortes Selent erst nach diesem Prozess entschieden werden kann und das letzte Wort beim Innenministerium liegt.

Der Verwaltungsvertrag mit der Stadt Schwentinental hat Bestand bis zum 31.12.2028. 

 

Die Amtsvorsteherin